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Arnika

Sie ist nicht irgendeine alternative Therapie. Die gelben Blüten enthalten ätherische Öle, die desinfizierend und wundheilend wirken. Aus diesen Blüten werden z. B. Salben und Tinkturen hergestellt gegen Entzündungen der Haut und der Mund- und Rachenschleimhaut, gegen Blutergüsse, Quetschungen, Verrenkungen, Verstauchungen und Frostbeulen.


Deutscher Name: Arnika, Bergwohlverleih
Andere Bezeichnungen: Kraftwurz (AUT), Sternudella (CH)
Wissenschaftliche Bezeichnung: Arnica montana L.
Familie: Korbblütengewächse
Verwendeter Pflanzenteil: Blüte, lat. Arnicae flos, Flores Arnicae

Arnika – eine prächtige Pflanze (ca. 50 cm hoch) unserer Mittel- und Hochgebirge, deren Blüte schon seit langer Zeit von der Medizin geschätzt wird. Nicht ohne Grund wurde die Arnika, vom Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzen, zur Heilpflanze des Jahres 2001 gekürt. Denn die Palette der Wirkungen ist bunt: das Bakterienwachstum wird gehemmt; Entzündungen, Arthrose, Rheuma, hohe Blutfettwerte, Wasseransammlungen, Gallen-, Atmungs-, Herz- und Kreislaufbeschwerden sind weitere Anwendungsgebiete.


Neben Flavonoiden (0,4 bis 0,6%), ätherischem Öl (0,23 bis 0,35%), Polyacetylenen und Procyanidinen, die an all diesen Wirkungen beteiligt sind, enthalten die Blüten als wichtigsten Bestandteil Sesquiterpenlactone, und gerade mit diesen muss sehr vorsichtig verfahren werden. Nur dort, wo der Gehalt standardisiert ist, kann die Einnahme gewagt werden. Die Teebereitung zu solchen Zwecken ist riskant. Magen- und Darmbeschwerden, Atemnot und gar der Tod können Folge einer Überdosierung sein.


Dennoch ist der Tee wertvoll: zu Umschlägen nämlich, bei Prellungen, Quetschungen, Blutergüssen, Wasseransammlungen nach Knochenbrüchen, Venenentzündungen, Gelenkschmerzen, Blutpfröpfen in den Gefäßen (Thrombosen), Entzündungen nach Insektenstichen, aber auch zu Spülungen bei Schleimhautentzündungen im Mund.


Dazu übergießt man 2 Teelöffel Arnikablüten (etwa 3 g) mit 150 ml heißem Wasser und seiht nach 10 Minuten ab. Den Durchlauf verwendet man zum Mundspülen oder man befeuchtet damit Leinen oder Mull für Umschläge.


Aber auch hier muss man aufpassen! Bei manchen Menschen verursachen die Auszüge schmerzende, juckende und entzündliche Hautveränderungen (Allergien).

Da die Pflanze unter Naturschutz steht, dürfen Arnikablüten nicht gesammelt werden. Bitte beachten Sie bei der Aufbewahrung, dass die sie vor Licht und Feuchtigkeit geschützt werden muss. Meiden Sie Aufbewahrungsbehälter aus Kunststoff.


Veröffentlicht: 12/2006, von Anika Saager






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