apotheke2u - Medikamente aus Ihrer Apotheke

Ich lebe gesund.

Startseite > Gesundheits-Ratgeber > Midlife Crisis - Die ...


Midlife Crisis - Die Lebenskrise des Mannes

Bei den Frauen heißt es Wechseljahre, bei den Männern Midlife Crisis. Beides ist die Schwelle zwischen jung und alt, eine Umbruchzeit in der sich die Lebenseinstellung verändert. Doch bei den Männern ist es vielmehr ein psychischer Zustand als eine körperliche Veränderung.


Lustlos, unzufrieden, ausgepowert – so fühlen sich viele Männer in der Midlife Crisis (zu Deutsch: Krise in der Mitte des Lebens). Jedoch hat diese Phase nicht allzu viel mit der körperlichen Gesundheit zu tun, sondern vielmehr mit dem seelischen Zustand des Mannes. In der Regel tritt diese Krise zwischen dem 35 und 45 Lebensjahr ein, da die erste Hälfte des zu erwartenden Lebens jetzt vorbei ist, und die Männer den Sinn des Lebens noch nicht gefunden haben, oder Träume nicht ausgelebt wurden.


Symptome

Ähnlich wie bei den Frauen in den Wechseljahren, sind die körperlichen Symptome durch Hitzewallungen, Schwächezustände, Schlafstörungen, Rückenschmerzen, Verdauungsstörungen, Migräne, allgemeine Mattigkeit, Erschöpfungszustände am morgen, Herzrasen und Bluthochdruck gekennzeichnet. Zudem tauchen die ersten Falten, die ersten grauen Haare und der Bauchansatz auf. Auch das Risiko an Prostatakrebs zu erkranken steigt ab diesem Alter.

Psychisch wird der Mann im „Klimakterium virile“ von Zweifel, Ängste, Lustlosigkeit, Depressionen, Einsamkeit, Überforderung, Niedergeschlagenheit, Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten oder Orientierungslosigkeit geplagt. In biologischer Hinsicht beginnt nun die Zeit der abnehmenden Lebenskraft. Betroffene Männer werden emotional labil, manchmal menschenscheu, ihre Leistungsfähigkeit und das Selbstvertrauen nehmen ab.

Viele Männer in der Midlife Crisis projizieren die durch die Krise ausgelöste Frustration häufig auf Beruf und Partnerschaft/Familie, was dann zu beruflichen oder partnerschaftlichen Konflikten führt. Sie verlieren die Lust an ihrem Beruf, oder es wächst die Angst vor nachrückenden jüngeren Kollegen. Die Männer werden nachdenklicher und plötzlich stellen sich ihnen Fragen in den Weg. Zum Beispiel ob sie in ihrem Leben alles erreicht haben (ein Kind zeugen, ein Haus bauen, ein Baum pflanzen oder Karriere gemacht zu haben). Wie soll es weiter gehen? Oft werden fröhliche Männer in dieser Phase des Lebens zu Nörglern, ziehen sich zurück und werden dem Partner oder der Familie fremd. Sie setzen sich mit ihrem Alter sowie Krankheiten auseinander, und der Übergang vom verbrachten zum noch verbleibenden Leben rückt ins Blickfeld. Die eigene Endlichkeit und das Sterben, ausgelöst durch Erlebnisse wie z.B. der Tod von Verwandten, Bekannten oder Freunden, werden ins Bewusstsein gerufen.

Hat die Midlife Crisis ihren Hauptbrennpunkt auf der Beziehungsebene, dann betrifft es häufig die eigene Partnerschaft. Es kommt zu Auseinandersetzungen und nicht selten ist diese Lebensmittelkrise auch ein Auslöser für Scheidungen. Männer haben dann das Bedürfnis nach Veränderungen, etwas Neuem und greifen des Öfteren nach einer jungen Partnerin, mit der sie den so genannten „Zweiten Frühling“ erleben möchten. Sie werfen den Karrierejob hin und entdecken auf einmal Mode sowie Fitness für sich.

Eine weitere Begleiterscheinung des „Klimakterium virile“ ist ein deutliches Nachlassen der Hormonproduktion, welche bei Männern zwischen 25 und 50 Jahren im Schnitt auf die Hälfte zurückgeht. Die Hoden produzieren immer weniger Testosteron, wodurch der Hormonspiegel jährlich um ein Prozent sinkt. Während bei allen Frauen im „Klimakterium“ innerhalb weniger Jahre die Östrogenproduktion stark abfällt, sinkt also bei einer Vielzahl von Männern die Konzentration des Hormons nur allmählich. Aus diesem Grund sind einige Männer auch im hohen Alter noch potent und zeugungsfähig.


Nicht alle Männer leiden unter den Symptomen der Midlife Crisis

Jeder Mann durchläuft diese Phase, doch nicht bei jedem ist die Intensität der Auswirkungen und die Dauer, dieselbe. Die Übergangsphase der mittleren Jahre kann psychisch ruhig verlaufen und zu einer inneren Reifung führen. Unter anderen dann, wenn eine erfüllte Partnerschaft und ein annehmbares Berufsleben vorhanden sind. Wer im Allgemeinen sagen kann, dass er erreicht hat was er wollte, dem wird die Midlife Crisis auch nicht so schwer zur Last fallen. Andererseits kann eine große Unruhe diejenigen treffen, die sich sagen müssen, dass sie dieses oder jenes in ihrem Leben noch nicht geschafft haben.


Wie kann man die Auswirkungen mildern?

Ob Sie diese Jahre als Einbruch, Neuanfang oder ganz normal erleben, hängt von Ihnen selbst ab:
Versuchen Sie sich mit Obst und Gemüse, gesund zu ernähren und verzichten Sie auf das männliche Ernährungsschema „viel Fleisch und viel Alkohol“. Gut wären z. B. roter Paprika und Tomaten, da sie die Hormonproduktion anregen. Bewegen Sie sich ausreichend, denn Sport und Fitness stabilisieren den Körper, so dass vom Körper die Symptome der körperlichen Umstellung besser toleriert werden. Ein fester Tagesablauf beugt Stimmungsschwankungen und Motivationsverlusten vor. Gehen Sie regelmäßig zum Arzt und zu Vorsorgeuntersuchungen. Versuchen Sie außerdem als Paar oder im Freundeskreis neue Interessen zu verfolgen, da es hilft diese Phase als Beginn eines Aufbruchs zu neuen Ufern zu erleben.


Da Männer aufgrund offensichtlicher Zeichen häufiger vom Klimakterium betroffen sind als Frauen, sollten sie sich auf diese Sinnkrise einstellen. Nehmen Sie die Midlife Crisis als Chance zur Veränderung, denn diese Phase setzt ein maximales Potential zu Entwicklung der Persönlichkeit frei. Entwickeln Sie Ihre Persönlichkeit weiter und steigen Sie zu neuen Bereichen empor. Bereiche, in denen schöpferische Energien neu geweckt werden, die einen zweiten Höhepunkt der Schaffenskraft freisetzen.


Weitere Informationen zur Midlife Crisis: