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Startseite > Gesundheits-Ratgeber > Chance Wechseljahre Chance WechseljahreViele Frauen sehen den Wechseljahren mit Unbehagen entgegen. Die Wechseljahre können aber auch einen Wendepunkt markieren, an dem Frauen sich bewusst neu orientieren und ihrem Leben mit anderen Zielen einen neuen Inhalt geben.Wechseljahre sind, medizinisch gesehen, der Übergang von der Geschlechtsreife zum Senium, dem Alter. Diese Lebensphase wird körperlich bestimmt von Änderungen im Hormonhaushalt, dem Nachlassen der Eierstockfunktion und anderen Veränderungen des Körpers, der sich auf die Zeit nach der Regelblutung (Menopause) einstellt. Wie Frauen diese Phase der körperlichen Umstellung erleben, hängt aber nicht nur von den organischen Veränderungen ab, sondern auch von ihrer inneren Einstellung, so der Berufsverband der Frauenärzte e.V.: Frauen, die über diese Lebensphase gut informiert sind und eine positive Einstellung haben, kommen mit den Wechseljahren besser zurecht. Und eine positive Einstellung ist wichtig: Erreichten vor ca. 100 Jahren noch nicht mal 30 % der Frauen das 50. Lebensjahr, so markieren die Wechseljahre heute eher den Übergang vom zweiten zum dritten Lebensdrittel. Was geschieht in den Wechseljahren?Die fruchtbare Zeit einer Frau umfasst heute etwa vier Jahrzehnte. In dieser Zeit reift in der ersten Zyklushälfte unter dem Einfluss des Hormons der Hirnanhangdrüse im Eierstock ein Ei heran. In der Hülle, die dieses Ei umgibt, wird das weibliche Geschlechtshormon Östrogen gebildet. Nach dem Eisprung wandert die Eizelle zur Gebärmutter, während sich in der zurückgebliebenen Eitasche das Gelbkörperhormon Progesteron bildet. Kommt es zu keiner Befruchtung stirbt die Eizelle ab. Beschwerden in den Wechseljahren haben ganz natürliche GründeIn den Wechseljahren müssen Beschwerden nicht unbedingt auftreten. Es gibt für sie jedoch eine ganz natürliche Erklärung: Dass im Eierstock einer Frau in den Wechseljahren weniger Östrogene und Progesteron als früher gebildet werden, registriert auch das Zwischenhirn, das die Hormonausschüttung steuert: Die Hirnanhangdrüse versucht nach einiger Zeit, durch eine gesteigerte Ausschüttung ihrer Hormone das Defizit auszugleichen und die Eierstöcke wieder „auf Trab“ zu bringen, jedoch ohne wesentlichen Erfolg. Östrogene haben zahlreiche Wirkungen im KörperÖstrogene bewirken im Übrigen wesentlich mehr, als früher angenommen wurde. Die Hauptöstrogenwirkung bzw. Östrogenentzugsfolgen sind: Neben den typischen Wechseljahrbeschwerden (Hitzewallungen, Schweißausbrüche) Veränderungen an den Geschlechtsorganen, Blase, Beckenboden und Veränderungen der Sexualität sowie Blutdruck-, Fettstoffwechsel-, und Gefäßveränderungen, Hautveränderungen, Brustschmerzen und -spannungen sowie Beeinflussung des Knochenstoffwechsels. Welche körperlichen Beschwerden können Auftreten?Wird in den Wechseljahren weniger Östrogen und Progesteron gebildet und werden daraufhin auch von der Hirnanhangdrüse vermehrt Hormone ausgeschüttet, so wirkt sich dies auch im Temperaturzentrum des Gehirns aus: die Temperaturregelung der Haut wird beeinflusst. Nächtliches Schwitzen und Hitzewallungen sind die typischsten Beschwerden der Wechseljahre. ![]() An sich sind diese Beschwerden harmlos und verschwinden oft so schnell, wie sie gekommen sind. Aber viele Frauen empfinden sie als sehr unangenehm. Einige Frauen klagen in den Wechseljahren auch verstärkt über Kopfschmerzen, die anfallartig auftreten können. Der Grund dafür sind Gefäßverkrampfungen im Gehirn. Welche seelischen Probleme können auftreten?Viele Frauen leiden in der Zeit des Wechsels unter nachlassender seelischer Belastbarkeit, fehlender Spannkraft, Reizbarkeit und Konzentrationsschwäche. Sie sind lustlos, müde, missmutig und neigen zu Depressionen. Oft sind diese Beschwerden durch Östrogenmangel bedingt und können durch eine Hormonbehandlung gelindert werden. Man darf jedoch nicht vergessen, dass zum Zeitpunkt der körperlichen Wechseljahre noch andere Wechsel im Leben der Frau geschehen: Oft haben die Kinder das Elternhaus bereits verlassen. Spätfolgen der hormonellen VerschiebungNatürlich tut sich infolge der hormonellen Umstellung in den Wechseljahren auch langfristig gesehen etwas im Körper: Die Auswirkungen lassen sich dabei kaum von den normalen Altersprozessen trennen. Dennoch gibt es einige Dinge, die mehr oder weniger direkt mit dem Rückgang der Hormonproduktion zu tun haben. Weitere Informationen über Wechseljahre:
Veröffentlicht: 02/2006, von Anika Saager Mehr zum Thema im Gesundheits-Ratgeber |