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Spitzwegerich

Schon unsere Großmütter schätzten diese einheimische Heilpflanze in ihrer Hausapotheke. Der Spitzwegerich wirkt lösend und damit auswurffördernd. Die Pflanze selbst enthält Schleimstoffe, die reizlindernd bei Entzündungen im Innern des Körpers und äußerlich auf der Haut sowie an den Schleimhäuten an Mund und Rachen wirken.


Deutscher Name: Spitzwegerich, Heilwegerich
Andere Bezeichnungen: G'spizada Wägrad (AUT), Ripplichrut (CH)
Wissenschaftliche Bezeichnung: Plantago lanceolata L.
Familie: Wegerichgewächse
Verwendeter Pflanzenteil: Kraut
lat: Plantaginis herba

Der Spitzwegerich (Blätter bis 40 cm lang) kommt häufig vor. Auf Wiesen, Feldern und an Wegrändern fühlt er sich wohl. Sein Kraut enthält etwa 2% Glykoside, 6% Gerbstoffe, Schleime, Flavonoide, Kieselsäure, Zink, Kalium und andere Mineralien.


Wesentlich sind die Schleime, von geringerer Bedeutung die Gerbstoffe. Die genannten Verbindungen begründen die Anwendung des Tees bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum, insbesondere bei Reizhusten, weil die Schleime die entzündeten Partien vor Beanspruchung schützen. Neben der innerlichen Behandlung eignet sich Spitzwegerich auch zur äußeren Anwendung bei Wunden und entzündeten Stellen.

Zubereitung des Tees: 2 g feingeschnittener Spitzwegerich (entsprechen 3 Teelöffeln) werden mit 150 ml heißem (nicht kochendem) Wasser versetzt und nach 10 Minuten durch ein Teesieb geseiht. Der Aufguss muss stets neu bereitet werden. 3-mal am Tag je 1 Tasse zu trinken ist empfehlenswert. Das Kraut kann im Übrigen während der ganzen Vegetationsperiode geerntet werden. Nach dem Trocknen an einem schattigen Platz, wird es dunkel und trocken aufbewahrt.


Sehr beliebt ist auch der Spitzwegerichsirup, besonders als Hustenmittel bei Kindern. Übrigens sind im Spitzwegerich Antibiotika enthalten, wie auch in vielen anderen Pflanzen. Der Gehalt ist zwar nicht hoch, aber er reicht aus, das Schimmeln des Spitzwegerichs zu verhindern.


Veröffentlicht: 12/2006, von Anika Saager






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