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Australischer Teebaum

Der Australische Teebaum bildet schmale, 3 bis 5 cm lange Blätter und während der warmen Jahreszeit viele kleine weiße Blüten aus. Bekannt geworden ist diese immergrüne Pflanze aufgrund ihres ätherischen Teebaumöls, das aus den Öldrüsen auf den Unterseiten der Blätter gewonnen wird. Der Australische Teebaum ist völlig immun gegen Schädlinge und Krankheiten.


Insgesamt werden mehr als 150 Vertreter aus der Familie der Myrtaceae unter der Bezeichnung "Teebaum" zusammengefasst. Am bekanntesten und wirtschaftlich bedeutsamsten ist der Australische Teebaum, der im übrigem nicht mit dem Teestrauch verwandt ist. Der australische Teebaum kann max. 3-6 m hoch werden.


Die Eigenschaften der Blätter des Teebaums waren den Aborigines, d.h. den australischen Eingeborenen, wahrscheinlich schon seit hundert Jahren bekannt. Die Aborigines benutzten Teebaum-Blätter, meist nach längerem Einweichen in Wasser, als Aufgüsse und Umschläge bei Erkältungen, Halsentzündungen, Insektenstichen und zur Wundbehandlung.

Der westlichen Welt wurde der Teebaum erst Ende 19. bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts bekannt. Der Name Teebaum kommt daher, dass aus den Blättern ebenfalls ein aromatischer Tee gebrüht wurde. Lange Zeit in Vergessenheit geraten, wurde das Teebaum-Öl mit wachsendem Interesse in den 70er Jahren sozusagen zum zweiten Mal entdeckt.


Die Blätter des Australischen Teebaumes enthalten einen hohen Anteil an Terpenen (50-60%): Das Teebaum-Öl ist reich an Terpenin-4-öl und erhält u.a. in kleineren Mengen die Monoterpene "alpha"-Terpenin und "gamma"-terpenin. Experimentelle Untersuchungen haben gezeigt, dass Teebaum-Öl aufgrund seines hohen Anteils an Terpenen bakterizide (keimtötende) Wirkung besitzt.


Studien und klinische Erfahrungen - unter Berücksichtigung des Wissens der australischen Eingeborenen - lassen Teebaum-Öl und daraus hergestellte Zubereitungen einen Bericht der Deutschen Apotheker Zeitung zufolge als "potentiell vielversprechende Verbindung in der Kosmetik und Körperpflege sowie in den verschiedenen Therapiebereichen erscheinen".


Veröffentlicht: 11/2006, von Anika Saager






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