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Startseite > Gesundheits-Ratgeber > Allergien - Lästige Begleiter ... Allergien - Lästige BegleiterFür die meisten Menschen gehören Allergien bereits zum alltäglichen Leben dazu. In Deutschland sind Schätzungen zufolge rund 25 Millionen davon betroffen und es werden immer mehr.Immer häufiger trifft es Menschen in jungen Jahren. Allergiker suchen dann nach wirksamen Mitteln und Wegen um die Allergie zu vermeiden oder zumindest um sie zu lindern. Dies ist auch besonders wichtig, da die Allergiebeschwerden die Lebensqualität einschränken können. Deshalb ist es wichtig über die Entstehung, Auswirkungen, Diagnose und Behandlungsmethoden bescheit zu wissen. Was ist eine Allergie?Eine Allergie ist eine Überempfindlichkeitsreaktion des Körpers auf einen oder mehrere bestimmte Substanzen (Allergene), wie z. B. Gräser, Pollen, Staub, Nahrungsmittel, Tierhaare, etc.. Obwohl das Immunsystem des Körpers zwischen harmlosen Stoffen wie Blütenpollen, und schädlichen Stoffen wie Viren und Bakterien unterscheidet, kann es manchmal äußerst empfindlich reagieren und eigentlich harmlose Substanzen durch Abwehreaktionen angreifen. Man spricht dann von einer Überreaktion, welche sich häufig durch Juck- und Niesreiz, brennende und tränende Augen, Schnupfen, Hautrötungen sowie Atemnot äußert. ![]() Bleibt eine Allergie ein Leben lang bestehen?Leider ist diese Frage nicht eindeutig zu beantworten. Jedoch kann man sagen, dass die Intensität der allergischen Reaktionen im Laufe der Jahre schwanken kann. Gerade im fortgeschrittenen Alter schwächt die allergische Reaktion häufig ab, da die Reaktionsfähigkeit des Immunsystems abnimmt. Bei Jüngeren dagegen, können die Beschwerden verstärkt werden und die Allergie sich auf Stoffe ausweiten, die bisher toleriert wurden. Bei einigen Menschen kann eine Allergie im Laufe der Jahre aber auch den Schauplatz wechseln und einen so genannten „Etagenwechsel“ hervorrufen. So kann sich im Schnitt nach acht Jahren, aus Heuschnupfen oder einer Hausstauballergie, Asthma entwickelt oder hinzukommen. AllergietypenAllergien werden in vier Typen unterschieden, da sie sich in Art der Reaktion und der Allergieauslöser, sowie nach der Dauer bis zum Auftreten der Beschwerden, unterscheiden. Typ 1 – SoforttypCa. 90 Prozent aller Allergien fallen unter diesen Typ. Die Beschwerden setzen häufig schon wenige Minuten nach dem Kontakt mit dem Allergen ein und äußern sich zum Beispiel als Heuschnupfen. Typische Allergien die zu diesen Soforttyp gehören sind unter anderem die Haustauballergie, Tierhaarallergie, Insektenstichallergie oder allergisches Asthma. Es muss jedoch eine Sensibilisierung mit dem Allergen stattgefunden haben, bevor eine allergische Reaktion auftreten kann. Eine Sensibilisierung entsteht bei Heuschnupfen z. B. durch den Kontakt mit bestimmten Blütenpollen. Typ 2 und Typ 3 – verzögerte ReaktionstypenBeim Typ 2 tritt die Reaktion der Allergie meist nach zwei bis vier Stunden auf, d. h. also verzögert. Die entsprechenden Antikörper werden bei dieser Reaktion direkt an die Oberfläche körpereigener Zellen gebunden. Dadurch wird die körpereigene Zelle selbst zu einem Antigen, welches wiederum bekämpft werden muss. Es kommt zu einer zellzerstörenden Aktivität und zur Entzündungsverstärkung. Die daraus entstehenden Folgen können z. B. Blutarmut oder die Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen sein. Typ 4 – SpätreaktionstypDie kleinen Allergene beim Spät- oder Ekzemtyp können durch die Hornschicht der Haut in den Körper eindringen. Allerdings müssen diese erst durch bestimmte Zellen in die Oberhaut eingebunden und aufgearbeitet werden. Vom Eindringen des Allergens bis zum Auftreten der Symptome vergeht daher viel Zeit (ca. 1 bis 3 Tage). Das allergische Kontaktekzem ist für eine Spätreaktion ein sehr gutes Beispiel. Findet kein neuer Allergenkontakt statt, so bildet sich die Hautentzündung nach ca. drei bis vier Tagen wieder zurück. Ist die Haut allerdings schon vorgeschädigt, können die Kontaktallergene leichter eindringen und es findet eine deutlich schnellere Sensibilisierung der Haut statt. Methoden eine Allergie festzustellenUm eine Allergie festzustellen hat der Arzt verschiedene Arten von Allergietests. Jedoch ist das Prinzip der Tests bei allen gleich, das Allergen wird mit der Haut in Kontakt gebracht und nach 15 bis 20 Minuten wird die Reaktion der Haut beurteilt (durch eventuelle Rötungen oder Bläschenbildungen). Man unterscheidet zwischen folgenden Allergietests: ![]() PricktestDieser am häufigsten verwendete Hauttest wird an den Innenseiten der Unterarme durchgeführt. Verschiedene Allergene werden auf die Haut aufgetropft. Anschließend wird die oberste Hautschicht unter dem Tropfen mit einer Nadel leicht angepiekst. Zeigt sich innerhalb von 15 Minuten eine Rötung oder ein Bläschen an der getesteten Stelle, so liegt eine Allergie gegen den Teststoff vor. ![]() Scratchtest oder RitztestDieser Allergietest ist vergleichbar mit dem Pricktest, wobei die beiden Tests sich durch die Reihenfolge unterscheiden. Beim Scratchtest oder auch Ritztest genannt, wird zuerst die obere Hautschicht der Unterarme leicht eingeritzt und dann werden die Allergene auf diese Stellen getropft. Kommt es um die Ritzstelle herum zu einer Reaktion der Haut, liegt eine Allergie vor. ![]() IntrakutantestBei einem Intrakutantest wird das Allergen direkt in die Haut eingespritzt. Hierfür wird meist der Rücken verwendet. Im Fall einer Allergie werden sich auch hier nach wenigen Minuten Rötungen, Bläschen oder Quaddeln im Bereich der Einstichstelle bilden. ReibtestDer Reibtest wird häufig bei Verdacht auf Tierhaar- oder Nahrungsmittelallergie eingesetzt. Die verdächtigen Allergene werden mit Druck in ein begrenztes Hautareal eingerieben (meist in die Unterarminnenseite). Innerhalb von kurzer Zeit würden sich im Fall einer allergischen Reaktion, Pusteln oder Quaddeln bilden. ![]() EpikutantestBei diesem Hauttest für Kontaktallergien, werden mehrere Pflaster mit verschiedenen Allergenen für zwei bis drei Tage auf die Haut geklebt. Da Kontaktallergien zu den Überempfindlichkeitsreaktionen zum Spätreaktionstyp gehören, entwickeln sie sich entsprechend langsam, eine Reaktion ist erst nach 48 bis 72 Stunden zu erwarten. ProvokationstestDer Provokationstest zeigt, ob und in welcher Konzentration das Allergen eine Allergie auslöst, es wird also eine Reaktion provoziert. Hierbei werden die Allergene nicht auf die Haut, sondern direkt auf das betroffene Organ (z. B. Nasenschleimhaut) aufgetragen. Zum Beispiel äußert sich die Reaktion eines Pollenallergens bei einer Allergie sofort durch Niesen, Schnupfen, Tränenfluss und Schwellung der Nasenschleimhaut. Provokationstests können allerdings auch mit Nahrungsmittel durchgeführt werden, so genannte Suchdiäten. Es werden zu Beginn nur sehr wenige Nahrungsmittel mit bekannten Inhaltsstoffen dem Körper zugeführt. Nach und nach fügt man andere Nahrungsmittel hinzu und beobachtet die Reaktionen des Körpers bzw. der Haut. Labortest oder BluttestDieser Test macht vor allem dann Sinn, wenn das Ergebnis des vorherigen Hauttest unklar war, oder die Gefahr einer starken allergischen Reaktion besteht. Es wird etwas Blut abgenommen und im Labor auf Vorhandensein von speziellen Antikörpern untersucht. In manchen Fällen werden sogar zusätzliche allergieauslösende Stoffe gefunden. Behandlungsmethoden von Allergien• Vermeiden von Allergenen: In erster Hinsicht sollten Allergiker die allergieauslösende Substanz meiden, auch wenn dies nicht immer ganz einfach ist. Weitere Informationen über Allergien:
Veröffentlicht: 05/2010, von Anika Saager Mehr zum Thema im Gesundheits-Ratgeber |