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Husten

Der Husten ist keine Erkrankung, sondern ein schützender Reflex des Körpers. Durch ihn werden eingeatmete Fremdkörper sowie Schleim, die sich in den Luftwegen angesammelt haben entfernt. In den Flimmerhärchen, die sich auf der Schleimhaut unserer Luftwege befinden, bleiben beispielsweise Bakterien, Viren, Pollen, Staub, Rauch und sonstige Partikel hängen. Diese werden durch die ständigen Bewegungen der Flimmerhärchen in den Rachenraum transportiert und dort entweder ausgehustet oder verschluckt. Wird der Husten aber durch eine Infektion der oberen Luftwege ausgelöst, führt dies zu einer vermehrten Produktion von Sekret, der sich auf der Schleimhaut ansammelt. Da das Sekret nicht mehr so leicht abtransportiert werden kann, reagiert der Körper darauf ebenfalls mit Husten, um die Luftwege zu befreien.


Wird der Husten durch eine Infektion der Luftwege verursacht, hält er etwa 7 Tage an und klingt dann wieder ab. Liegt dem Husten keine Infektion zu Grunde, dauert er nur wenige Tage an.

Anzeichen bei:

Bei dem Husten unterscheidet man zwischen zwei Merkmalen: dem Erscheinungsbild und der Dauer. Ist der Husten trocken, so handelt es sich um einen unproduktiven Husten oder Reizhusten. Ein feuchter Husten, wird auch produktiver Husten genannt. Dauert der Husten weniger als drei Wochen an, liegt ein akuter Husten vor. Bei einer Dauer von mehr als drei Wochen, spricht man von einem chronischen Husten.


Trockenem Husten

Ist der Husten trocken erfolgt kein Auswurf, d.h., er ist unproduktiv. Ein trockener Husten tritt zu Beginn von Erkältungskrankheiten, bei einer Allergie, Bronchitis, Asthma bronchiale und Fremdkörpern in den Luftwegen auf.

Feuchtem Husten

Bei einem feuchten Husten befindet sich viel Sekret in den Luftwegen, d.h., er ist produktiv. Meistens wird er durch eine Infektion, Bronchitis oder Lungenentzündung hervorgerufen. Dabei wird das Sekret, welches sich in den Luftwegen gebildet hat, abgehustet. Das abgehustete Sekret ist dabei farblos und klar. Ist der Verursacher eine Infektion, verfärbt sich das Sekret gelblich oder grünlich.

Akutem Husten

Der akute Husten dauert nicht länger als drei Wochen an und wird hauptsächlich durch eine Infektion der Luftwege ausgelöst. Er kann aber auch durch eine Allergie oder Grippe verursacht werden.

Chronischem Husten

Wenn der Husten länger als drei Wochen andauert, so spricht man von einem chronischen Husten. Er wird hauptsächlich durch Allergien, Bronchitis, Asthma bronchiale, Nasennebenhöhlenentzündung, Keuchhusten, Pseudokrupp, Lungenentzündung oder Mukoviszidose herbeigeführt. In einigen Fällen kann auch ein Herzfehler einen chronischen Husten auslösen.

Um die Ursache eines Hustens genau abklären zu können, sollten Sie bei einem Kinder- und Jugendarzt Rat einholen.

Maßnahmen zur Behandlung

Der Husten ist grundsätzlich ein Symptom dafür, dass die Luftwege durch Sekret (Schleim), Bakterien, Viren etc. gereizt sind. Von diesen Störungen sollten die Luftwege befreit werden.

  • Es ist wichtig, dass Ihr Kind viel Flüssigkeit zu sich nimmt. Dadurch werden die Luftwege feucht gehalten, das Sekret wird verflüssigt und kann leichter abgehustet werden.
  • Um die Luftfeuchtigkeit im Kinderzimmer hoch zu halten, genügt es einen Wäscheständer mit feuchter Wäsche in den Raum zu stellen. Sie können auch, gerade in den Wintermonaten eine Schüssel mit Wasser auf der Heizung platzieren. Luftbefeuchter sollten nicht verwendet werden, da sie auch Keime im Raum verstreuen können.
  • Da der Husten ein Schutzmechanismus des Körpers ist, sollte er nicht medikamentös behandelt werden. Dabei können aber gerade bei einem trockenen Husten pflanzliche Extrakte, z.B. aus Eibischwurzel, Isländisch-Moos oder auf Efeubasis den Husten lindern.
  • Möchten Sie keine Pflanzenextrakte benutzen, können Sie Ihrem Kind bei trockenem Husten auch heiße Milch mit Honig geben.
  • In Einzelfällen, wenn der Husten den Schlaf des Kindes behindert und quälend ist, kann auch ein Hustenblocker verabreicht werden. Dies sollte allerdings erst nach Rücksprache mit dem Kinder- und Jugendarzt erfolgen. Da die Medikamente zwar den Hustenreiz unterdrücken, aber die Reinigung der Bronchien behindern und gegebenenfalls den Atemantrieb beeinträchtigen können. Die Hustenblocker, sollten deshalb nur bei trockenem Husten angewendet werden.
  • Dagegen können Hustenlöser gerade bei feuchtem Husten das Abhusten des festsitzenden Sekrets unterstützen. So erleichtert der Wirkstoff Acetylcystein den Abtransport, indem es das Sekret flüssiger werden lässt. Die Wirkstoffe Ambroxol oder Bromhexin regen die Erzeugung eines flüssigen Sekrets an.

Verschluckt Ihr Kind Kleinteile, das es nicht mehr aushusten kann und der Husten daraufhin länger anhält, sollten Sie unbedingt einen Kinderarzt hinzuziehen. Ist ein Husten verbunden mit lauten Atemgeräuschen, kann es sich um den gefährlichen Krupphusten handeln. In diesem Fall müssen Sie sofort einen Arzt oder sogar unmittelbar eine Klinik aufsuchen. Es kann wie beim Verschlucken eines Fremdkörpers zu Atemnot führen.