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Startseite > Gesundheits-Ratgeber > Ratgeber für Eltern BronchitisEine Bronchitis, ist eine Entzündung der Schleimhaut, welche die Bronchien auskleidet. Besonders häufig tritt sie in den Wintermonaten auf, wenn viele Viren zirkulieren und die Atemwege durch die kalte Luft bereits vorbelastet sind. Auf der Schleimhaut der Bronchien befinden sich kleine Härchen, die sich ständig in entgegengesetzter Richtung zur Einatmungsluft bewegen. Sie haben die Aufgabe, Fremdkörper und den sich ständig bildenden Schleim aus den Atemwegen zu entfernen. Die Hauptaufgabe ist somit, die ständige Selbstreinigung. Kann diese nicht mehr erfüllt werden, weil die Schleimhaut entzündet ist, staut sich das Sekret und Atemwegserkrankungen können auftreten. Eine Bronchitis wird vorwiegend durch eine Tröpfcheninfektion mit Viren übertragen. Die Krankheit kann auch gleichzeitig, z.B. mit einer Masern-, Keuchhusten- oder Typhuserkrankung auftreten. Arten der bronchialen ErkrankungEs gibt verschiedene Formen der bronchialen Erkrankung, die nach dem Krankheitsverlauf unterschieden werden. Akute BronchitisDie akute Bronchitis wird vor allem durch Viren verursacht und ist eine sehr häufig auftretende Kinderkrankheit. Die Krankheitserreger werden durch eine Tröpfcheninfektion, vor allem in der kalten Jahreszeit übertragen und führen normalerweise nach fünf bis sechs Tagen zu einer bronchialen Erkrankung. Sie tritt oft gleichzeitig oder nach einer Erkältungskrankheit der oberen Luftwege auf und breitet sich anschließend bis zur Bronchialschleimhaut aus. Darüber hinaus können auch Bakterien, wie z.B. Streptokokken oder Pneumokokken eine akute Bronchitis hervorrufen. Aber auch durch das Einatmen giftiger Gase oder von Zigarettenrauch kann eine akute Bronchitis ausgelöst werden. Was außerdem zu einer zusätzlichen Schädigung des Lungengewebes führen kann. Eine akute Bronchitis klingt im Durchschnitt nach zwei bis drei Wochen wieder ab. Obstruktive BronchitisEine akute Bronchitis wird zu einer obstruktiven, wenn die Schleimbildung zunimmt und die Bronchialschleimhäute anschwellen. Dies führt zu einer Verengung der Atemwege, was die Atmung des Kindes erschweren kann. Besonders Kinder ab dem sechsten Lebensmonat, bis zu einem Alter von drei Jahren erkranken am häufigsten an dieser Form der Bronchitis. Bei cirka 30 Prozent der Kinder mit einer obstruktiven Bronchitis entwickelt sich anschließend ein Asthma bronchiale. BronchiolitisBei einer Bronchiolitis sind die kleinen und kleinsten Bronchien, die Bronchiolen (kleine Verzweigungen der Luftröhrenäste) in der Lunge entzündet. Bei den Kinderkrankheiten, stellt sie eine der bedrohlichsten Atemwegserkrankungen dar. Besonders betroffen sind Kinder in den ersten 24 Lebensmonaten, wobei eine Häufung der Erkrankung zwischen dem vierten und sechsten Lebensmonat auftritt. Überwiegend wird die Bronchiolitis durch Tröpfcheninfektion mit dem RS-Virus (Respiratory Syncytial Virus) ausgelöst. Chronische BronchitisEine Bronchitis ist chronisch, wenn das Kind häufig über das Jahr verteilt oder länger als drei Monate an einer Bronchitis leidet. In den meisten Fällen erkranken Kinder nach einem harmlosen Infekt an einer Bronchitis. Mediziner haben aber herausgefunden, dass eine vorgeschädigte Schleimhaut durch Giftstoffe in der Atemluft, Enzymmangelerscheinungen, Allergien, angeborene Fehlbildungen der Atemwege sowie Stoffwechselstörungen eine chronische Bronchitis zusätzlich begünstigen. Anzeichen einer Bronchitis bei:Akuter Bronchitis
Sie müssen mit Ihrem Kind sofort einen Arzt aufsuchen, wenn:
Obstruktiver Bronchitis
Bronchiolitis
Stellen Sie eines dieser Symptome bei Ihrem Kind fest, fahren Sie unbedingt zu einem Arzt oder sogar in die nächstgelegene Klinik. Dabei sollten Sie versuchen Ihr Kind zu beruhigen. Herumzappeln und weinen strengt an und verschlechtert zusätzlich die Atemnot. Geben Sie Ihrem Kind genügend Flüssigkeit. Chronischer BronchitisEine chronische Bronchitis bei einem Kind ist in den meisten Fällen eine Begleiterkrankung und keine eigenständige Krankheit. Sie zeigt fast identische Krankheitssymptome wie bei einer anderen Bronchitis, hält aber über einen längeren Zeitraum an und kommt immer wieder. Auch bei dieser bronchialen Erkrankung kann nur der Kinderarzt die richtige Diagnose stellen. Maßnahmen zur BehandlungBei einer möglichen Bronchitis, sollten Sie mit Ihrem Kind unbedingt einen Arzt aufsuchen. Er wird Ihr Kind abhören, um anhand der Atemgeräusche feststellen zu können, um welche Erkrankungsart es sich handelt. Wenn es erforderlich ist, wird Ihrem Kind Blut abgenommen und eine Röntgenaufnahme veranlasst. Gegebenenfalls wird eine endoskopische Untersuchung, eine Gewebeprobeentnahme oder eine Bronchographie vorgenommen. Der Arzt wird dann eine Behandlung wählen, die sich an der Art der Erkrankung orientiert. Wurde bei Ihrem Kind eine akute Bronchitis festgestellt, wird er Ihrem Kind schleimlösende Medikamente in Form von Hustensäften, Tropfen, Granulat oder Tabletten verschreiben. So erleichtert z.B. der Wirkstoff Acetylcystein den Abtransport des Schleims, indem zäher Schleim verflüssigt wird. Dagegen regen die Wirkstoffe Ambroxol oder Bromhexin die Produktion eines dünnflüssigen Schleims an. Bei starkem Husten besonders in der Nacht, wird er möglicherweise Hustenstiller verordnen. Diese sollen Ihrem Kind etwas Erleichterung, besonders während der Nachtstunden bringen. Wurde vom Arzt eine bakterielle Bronchitis diagnostiziert wird er entscheiden, ob Ihr Kind mit Antibiotika behandelt werden sollte. Bei einer obstruktiven Bronchitis, wird er Ihrem Kind Säfte oder Medikamente verordnen, die die Sekretbildung unterstützen und zu einer Erweiterung der kleinen Bronchien führen. Diese Produkte werden vorwiegend inhaliert und können so insbesondere lokal wirken. Wenn Ihr Kind zusätzlich viel erbricht, können Mittel zum Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes, so genannte Elektrolytlösungen, der Austrocknung des Körpers entgegen wirken. Liegen eindeutige Anzeichen auf eine bakterielle Infektion vor, wird mit Antibiotika behandelt. Liegt eine Bronchiolitis vor, wird Ihrem Kind im Krankenhaus feuchte und sauerstoffangereicherte Luft zum Einatmen zugeführt. Gegebenenfalls wird ihm zusätzlich Flüssigkeit über einen Tropf oder eine Sonde verabreicht. Außerdem können bronchienerweiternde Medikamente, in Form einer Inhalation zur Erleichterung der Atmung zum Einsatz kommen. Wenn eine chronische Bronchitis diagnostiziert wurde, ist es besonders wichtig, die Auslöser der Grunderkrankung auszuschalten oder zu behandeln. Dabei wird die Behandlung je nach Krankheitsbild mit ähnlichen oder gleichen Medikamenten, wie bei den anderen bronchialen Erkrankungen durchgeführt. Wie Sie Ihrem Kind zusätzlich helfen können:
Mögliche KomplikationenWird eine Bronchitis nicht rechtzeitig erkannt, können schwere Komplikationen auftreten. Da die Lunge durch eine Bronchitis vorgeschädigt ist, ist sie anfälliger für weitere Infektionen. Sehr häufig ist daher das Auftreten einer durch Bakterien verursachten eitrigen Bronchitis. Wird die Entzündung zu spät behandelt, kann sie in eine Lungenentzündung übergehen. Darüber hinaus entwickelt sich bei einem Teil der Kinder ein Asthma bronchiale. Bei Babys und Säuglingen kann vermehrt Atemnot auftreten. Eltern sollten deshalb generell bei einem stark hustenden Kind den Kinderarzt aufsuchen. |