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Bauchschmerzen

Bauchschmerzen treten in der Kindheit häufig, mit vieldeutigen Symptomen auf. Je nach dem, wo sich der Schmerz befindet, reagiert das Kind empfindlich auf Berührungen und Druck. Ein aufgeblähter Bauch, eine angespannte Bauchdecke sowie Erbrechen, Durchfall und Verstopfung können Anzeichen einer Erkrankung sein.


In den meisten Fällen handelt es sich aber nicht um eine folgenreiche Störung. Die häufigste Ursache einer Erkrankung bei Kindern, sind Ernährungsfehler und daraus resultierende Blähungen. Da Kinder Empfindungen im Bereich des vegetativen Nervensystems sehr viel intensiver wahrnehmen als Erwachsene, klagen sie bei psychischen sowie körperlichen Irritationen häufig über Bauchschmerzen. Auch wenn ihnen die Ohren oder der Hals wehtun.


Schwerwiegende Ursachen sind dagegen Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt, fieberhafte Durchfälle, eine akute Vergiftung, Koliken, Wurmkrankheiten, Blinddarmentzündung und Bauchfellentzündung. Darüber hinaus können Harnwegsinfektionen oder sogar eine Lungenentzündung Bauchschmerzen verursachen.


Ebenso treten bei Infektionskrankheiten, die mit hohem Fieber einhergehen Bauchschmerzen als Begleitsymptome auf. Wobei in diesem Fall die Angst vor einer Blinddarmentzündung selten gerechtfertigt ist.


Ein Kind sollte grundsätzlich vom Arzt untersucht werden, wenn:

  • Die Bauchschmerzen nicht um den Nabel auftreten, sondern an einer anderen Stelle des Bauchraumes. Hier ist das Risiko erhöht, dass es sich um organisch bedingte Bauchschmerzen handelt.
  • Der Schmerz so heftig und in kurzen Abständen auftritt, dass das Kind das Spielen abbricht. Die Schmerzen können dabei stechend, dumpf oder bohrend sein. Oft können sie über einen längeren Zeitraum anhalten.
  • Das Kind sehr blass ist, ein schmerzverzehrtes Gesicht und Angst hat, ist dies immer ein Anzeichen für eine ernstzunehmende Erkrankung.
  • Kurzatmigkeit, Probleme beim Wasserlassen, bei der Nahrungsaufnahme, vor oder nach dem Stuhlgang sowie andere Symptome gemeinsam mit den Bauchschmerzen auftreten.
  • Das Kind in seinem normalen Bewegungsablauf beeinträchtigt ist, wenn es z.B. nur noch gekrümmt läuft oder die Bewegung ganz verweigert.
  • Gleichzeitig mit den Bauchschmerzen Erbrechen auftritt.

Kann sichergestellt werden, dass die Schmerzen einen harmlosen Ursprung haben, genügt es:

  • Eine Mahlzeit ausfallen zu lassen.
  • Kamillen- oder Fencheltee Ihrem Kind zum Trinken anzubieten.
  • Ihr Kind zur Genesung ins Bett zu legen.
  • Eine Wärmflasche, die in ein feuchtwarmes Tuch eingewickelt wurde, auf dem Bauch des Kindes zu legen. Sie können auch mild-warme Leibwickel um den Bauch des Kindes legen. Achten Sie darauf, dass das Tuch von der Magengrube bis zum Unterbauch reicht. Darüber ein wollenes Tuch und das Kind zusätzlich mit einem Handtuch einwickeln.


Klingen die Bauchschmerzen nach ein bis zwei Stunden nicht ab, sollten Sie den Arzt verständigen.