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Erkältungskrankheiten / Grippale InfekteBei einer Erkältung, erfolgt die Übertragung der Viren durch die Luft sowie durch das Nasensekret erkrankter Kinder. Die Krankheit entsteht hauptsächlich in den oberen Teilen der Atemwege und breitet sich von dort weiter aus. Die Viren befallen dabei zuerst die Nasen- und Rachenschleimhaut. Von hier können sie Bronchien oder Nasennebenhöhlen angreifen. Die Erkrankung ist aber normalerweise harmlos und dauert ungefähr 7 Tage. Der grippale Infekt darf aber nicht mit der echten Grippe (Influenza) verwechselt werden! Eine Abkühlung der Nase, Ohren sowie Gliedmaßen, gerade in der kühleren Jahreszeit begünstigten eine Herabsetzung der Immunabwehr, was wiederum zu einer Entstehung einer Virusinfektion führen kann. Dabei können mehr als 100 verschiedene Viren eine Erkältung auslösen. Aber eine Unterkühlung löst noch keine Erkältung aus. Voraussetzung ist immer eine Ansteckung mit Krankheitserregern. Die Inkubationszeit, die Zeit zwischen der Infektion und dem Auftreten der ersten Symptome beträgt bei einer Erkältung zwei bis fünf Tage. Viele Säuglinge reagieren auf die Erkältung fast immer mit Schnupfen und einer Rachenentzündung, manchmal tritt auch eine Blähungsbronchitis, verbunden mit einer Mittelohrentzündung auf. Kleinkinder erkranken zusätzlich an einer Bronchitis, Wucherungen der Rachenmandeln und Entzündungen der Nebenhöhlen. Mit zunehmendem Alter des Kindes verbessert sich das Immunsystem und die Häufigkeit der Infektionen nehmen ab. Wenn eine Entzündung aber länger als drei Tage anhält, sollten Sie mit Ihrem Kind einen Kinder- und Jugendarzt aufsuchen. Bei einer Erkältung können folgende Erkrankungen auftreten:- Schnupfen
- Kehlkopfentzündung
- Bronchitis / Husten
- Luftröhrenentzündung
- Asthma
- Angina
- Nebenhöhlen- und Mittelohrentzündung
- leichtes Fieber
Behandlung von Erkältungskrankheiten:- Bei Erkältungen sollte generell viel getrunken werden. Dies lässt den Schleim bei einem vorhandenen Reizhusten leichter abfließen. Zusätzlich sorgen feuchte Tücher für eine reizarme Luft, die die entzündeten Schleimhäute schont.
- Ausreichend Ruhe und Schlaft unterstützen Ihr Kind auf dem Weg zur Genesung. Wenn Ihr Kind trotz Erkrankung sehr munter ist, sorgen Sie für einen ruhigen Tagesablauf. Vertrauen sie darauf, dass Ihr Kind, wenn es sich krank fühlt, auch freiwillig hinlegen wird.
- Bei Schnupfen sollten Sie auf solche Arzneimittel zurückgreifen, deren Wirkstoffe die Nasenschleimhaut abschwellen lassen. Dosiersprays begünstigen zusätzlich eine genaue Abgabe und Verteilung der Wirkstoffmenge in den Naseninnenraum. Nasentropfen laufen dagegen in den Rachenraum und der Wirkstoff wird nicht so gleichmäßig verteilt wie bei einem Dosierspray, sind aber bei einer Ohrenentzündung von Vorteil. Nasentropfen sollten Ihrem Kind im Liegen in die Nase eingeträufelt werden. Ein damit verbundenes Abschwellen der Nasenschleimhaut befreit außerdem die Ausführungsgänge zu den Nebenhöhlen. Das Sekret in den Nasennebenhöhlen kann leichter abfließen und das Risiko zusätzlich an einer Nebenhöhlenentzündung zu erkranken, vermindert sich. Achten Sie bei der Gabe von Nasensprays und –tropfen auf eine altersgerechte Dosierung. Bei einer Überdosierung kann der Wirkstoff in den Blutkreislauf gelangen und zu einer Beeinträchtigung der Atmung führen. Im schlimmsten Fall tritt eine Bewusstlosigkeit ein.
- Trockener Husten ist mit frei verkäuflichen Hustensäften, aber auch mit alten Hausmitteln wie heiße Milch mit Honig gut behandelbar. Auch Heilpflanzenauszüge, wie z.B. aus Isländisch-Moos oder Eibischwurzel können den Reizhusten lindern.
- Bei Husten mit zähem Schleim werden Arzneimittel, die das Abhusten des Bronchialschleims erleichtern, so genannte Expektorantien (Hustenlöser) eingesetzt. Der Wirkstoff Acetylcystein verändert z.B. die Struktur des Schleims, macht ihn weniger dickflüssig und ermöglicht so einen leichten Abtransport. Wirkstoffe wie Ambroxol oder Bromhexin regen dagegen die Produktion eines dünnen Schleims an.
- Da Fieber ein wichtiger Abwehrmechanismus des Körpers ist, sollte es nur in Ausnahmefällen gesenkt werden. Wenn notwendig, können kalte Wadenwickel die Temperatur nach unten drücken. Benutzen Sie Wadenwickel aber nur, wenn Beine und Arme gleichfalls warm sind. Ist der Körper heiß, aber die Arme und Beine kalt, können Wadenwickel sehr schädlich sein. Dauern die Krankheitssymptome unverändert über mehrere Tage an oder nimmt das Krankheitsbild zu, sollten Sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Dabei sollten fiebersenkende Mitteln erst ab einer Temperatur von 39° C eingenommen werden. Kindern wird normalerweise Paracetamol verordnet. Paracetamol sollte aber nicht über einen längeren Zeitraum oder in höherer Dosierung eingenommen werden.
- Halsschmerzen können sehr gut mit Pfefferminz- oder Salbei-Bonbons, aber auch durch Gurgeln mit warmer Kamille gelindert werden. Salbeitees wirken der Zunahme der Keime im Mund- und Rachenraum entgegen und befeuchten zusätzlich die Schleimhaut.
- Bei Kopf- und Gliederschmerzen ist es empfehlenswert nur über einen kurzen Zeitraum Schmerzmittel einzusetzen. Von vielen Kinderärzten wird der Wirkstoff Paracetamol bevorzugt, der gleichzeitig auch eine fiebersenkende Wirkung hat.
Vorbeugende Maßnahmen bei einer Erkrankung:- Erhöhung der Widerstandskraft gegenüber Infektionskrankheiten. Regelmäßige Bewegung im Freien, verbunden mit einer vitaminreichen und ausgewogenen Ernährung.
- Auf angemessene Kleidung während der Jahreszeiten achten. Gerade bei Säuglingen ist der Wärmeverlust über den Kopf aufgrund der im Verhältnis zum übrigen Körper großen Oberfläche außerordentlich stark.
- Die empfohlenen Impfungen sollten unbedingt wahrgenommen werden. So wird das Kind gegen einige besonders gefährliche Kinderkrankheiten geschützt.
Dauert die Erkrankung länger als 2 Wochen oder treten zusätzliche Schmerzen bzw. Beschwerden auf, ist es notwendig einen Arzt aufzusuchen.
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